Journal · 18. März 2026 · Lena Vogt

Interne Marktnotizen schreiben, die Teams auch lesen

Statt langer Zusammenfassungen: drei Formate, mit denen Marketingabteilungen Brancheneinschätzungen knapper und brauchbarer dokumentieren.

Laptop und Notizbuch auf einem hellen Schreibtisch

Interne Marktnotizen scheitern selten am Fleiß, sondern an der Form. Fünf Seiten Zusammenfassung ohne Entscheidungspunkt landen im Archiv. Drei knappe Formate haben sich in Teams bewährt, die mit Branchenmeldungen arbeiten.

Format A: Lage in sechs Sätzen

Einstieg mit dem Zeitraum, dann zwei Beobachtungen, eine offene Frage, eine mögliche Auswirkung auf die eigene Planung, ein Quellenhinweis. Mehr nicht. Geeignet für Montagsrunden.

Format B: Kampagnenkarte

Eine Seite zu einer beobachteten Kampagne: Anlass, sichtbare Kanäle, öffentliche Resonanz, was wir daraus für uns ableiten — und was wir bewusst nicht ableiten. Ideal vor Pitch-Reviews.

Format C: Quartalsradar

Vier bis sechs Themenfelder mit Ampelwertung: beobachten, vertiefen, ignorieren. Das Radar ersetzt keine Strategie, aber es verhindert, dass jedes Teammitglied andere Schlagzeilen priorisiert.

In unseren Workshops üben wir diese Formate an aktuellen Artikeln. Ziel ist nicht schöneres Schreiben, sondern gemeinsame Lesart.

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